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Wege in die Logistik

Entscheidungshilfen für die richtige Studienwahl

Wege in die Logistik (Bild: Universität Kassel)


Welche Studiengänge kommen für mich in Frage?

Wie ein Ochs vorm Berg stehen erst einmal viele, die sich für ein Logistikstudium interessieren. Ob zufällig gegoogled oder gezielt recherchiert: Das logistische Studienangebot bleibt für Schulabgänger zunächst recht unübersichtlich. Kein Wunder, denn Logistik ist eine so genannte Querschnittsdisziplin, d.h., man kann Logistik kaufmännisch, technisch oder IT-orientiert begreifen und studieren. Entsprechend finden sich logistische Lehrinhalte vor allem in folgenden Studiengängen:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Ingenieurwesen/Maschinenbau
  • Wirtschaftsinformatik
  • Verkehrswesen

Erst seit rund zehn Jahren gibt es auch »reine« Logistikstudiengänge, vor allem an Fachhochschulen und Berufsakademien bzw. Dualen Hochschulen. Diese Studiengänge bilden vor allem für Speditionen und Logistikdienstleister aus.

Insgesamt gibt es in Deutschland zur Zeit rund 160 logistische und logistikorientierte Bachelor-Sudienangebote. Tendenz: weiter steigend! Die folgende Abbildung zeigt, wie sich die Studienangebote auf die einzelnen Hochschulen verteilen (Stand: April 2009):


Welche Studienschwerpunkte/Vertiefungsrichtungen kann man wählen?

Mit der Umstellung der Diplomabschlüsse auf Bachelor und Master hat sich in der akademischen Logistikausbildung eine Menge getan. Es gibt nämlich nicht nur zwei neue Titel, sondern auch eine Vielzahl neuer logistischer Studienschwerpunkte, die man belegen kann. Ein Vergleich der Studiengänge und Studienschwerpunkte ist deshalb kaum mehr möglich. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier einige Studienschwerpunkte genannt:

  • Logistikmanagement
  • Supply Chain Management
  • Unternehmenslogistik
  • Technische Logistik
  • Produktion und Logistik
  • Fertigungs- und Materialwirtschaft
  • Einkauf und Logistik
  • Beschaffungs- und Produktionslogistik
  • Logistik und Informationsmanagement
  • Spedition und Logistik
  • Verkehrs- und Transportwesen
  • Industrielogistik
  • Hafenlogistik
  • Gesundheitslogistik
  • Medienlogistik

Die meisten Studiengänge sind beschaffungs- und produktionslogistisch ausgerichtet. Dieses ist naheliegend, ist es doch Kernaufgabe der Logistik, die Produktion mit Rohstoffen und Halbfertigerzeugnissen zu versorgen. Hierfür müssen globale Gütertransporte und der innerbetriebliche Materialfluss geplant und gesteuert werden.

Reine Logistikstudiengänge hingegen richten sich oftmals an den Aufgaben von Logistikdienstleistern und Speditionen aus. Entsprechend liegt ihr Schwerpunkt eher in der Planung und Steuerung des Transports, Umschlags und der Lagerlogistik (sog. TUL-Leistungen) bzw. der Distributionslogistik.

Entscheidungskriterien bei der Studienwahl

1. Anforderungen des Studiums

Bevor man sich für ein bestimmtes Studium entscheidet, sollte man seine persönlichen Interessen und Neigungen sowie Stärken und Schwächen mit den Anforderungen der unterschiedlichen Studiengänge abgleichen. Ein kleiner Tipp: Wer kein so ausgeprägtes Technik- und IT-Interesse hat, dem empfiehlt sich eher ein reines Logistikstudium oder ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Für die Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Wirtschaftsinformatik werden sehr gute Mathematikkenntnisse vorausgesetzt.

Wem es schwerfällt, eine Studienwahlentscheidung zu treffen, dem bieten Studienwahltests eine gute Hilfe. Ausgehend von den individuellen Fähigkeiten und Interessen können diese Tests qualifizierte Vorschläge für die richtige Studienwahl geben. Versuchen Sie es gleich hier.

2. Logistischer Ausbildungsumfang und Lehrformen in den Studiengängen

Wer eine qualifizierte Logistikausbildung möchte, sollte bei der Studienwahl unbedingt darauf achten, wie umfänglich und tief logistisches Wissen vermittelt wird. Anhaltspunkte hierfür liefern die Anzahl der Credit Points bzw. die Semsterwochenstunden (SWS) für Logistiklehrveranstaltungen. Ob durchschnittlich 8 SWS oder 12 SWS, je größer das Zeitdeputat, um so besser. Andererseits spielen die Lehrformen, die zur Wissensvermittlung eingesetzt werden, eine wichtige Rolle. Lerneffekte sind dann am größten, wenn die aktive Mitarbeit gefordert ist, z.B. in Projekten oder bei der Bearbeitung von Fallstudien. Frontalunterricht muss natürlich auch sein, z.B. in Vorlesungen. Um fundiertes theoretisches und anwendungsorientiertes Logistikwissen zu erwerben, kommt es letztlich aber auf den richtigen Mix der Lehrformen an – und natürlich auf den eigenen Fleiß.

3. Ruf und Image der Hochschule

Hochschulrankings helfen bei der Studienwahl im Bereich Logistik nur bedingt weiter. Einerseits bewerten sie den gesamten Studiengang, nicht aber den Studienschwerpunkt. Anderseits sind die Studiengänge von ihrer Ausrichtung her so unterschiedlich, dass sie einen objektiven Vergleich nicht ermöglichen. Dennoch gibt es gute Anhaltspunkte: Einzelne Hochschulen und Lehrstühle zeichnen sich durch eine sehr gute Reputation in der Logistik aus – entweder durch ihre Forschungsarbeit oder durch ihre langjährige Zusammenarbeit mit Unternehmen. Die Studiengänge an diesen Hochschulen sind lange etabliert und verfügen deshalb über eine hohe Qualität in der Ausbildung. Stellvertretend für viele andere seien hier z.B. genannt: TU Berlin (Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen), TU Dortmund (Studiengang Logistik), TU Darmstadt (Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik), BA Lörrach (Studiengang BWL - Spedition, Transport und Logistik).  

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