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Business Knigge

Die Begrüßung: Konventionen beachten

Die formvollendete Begrüßung ist der erste Beweis für die Fähigkeit, sich mit Leichtigkeit auf dem gesellschaftlichen Parkett zu bewegen. Falls die Formalien der Begrüßung nicht eingehalten werden, kann dieser Moment sehr heikel verlaufen. Eine unbeholfene Begrüßung verrät schnell, wie sich Personen insgeheim einschätzen. Ein flüchtiger Blick, ein gemurmelter Name, ein lascher Händedruck zeigen unmissverständlich das fehlende Interesse am anderen. Ein solches Verhalten ist immer kontraproduktiv. Im geschäftlichen Kontext sollten Sie sich durch solche Nachlässigkeiten nicht schon frühzeitig Feinde machen. Wer weiß, ob dieser Herr Müller, der zunächst uninteressant wirkt, nicht der Intimus und Golfpartner Ihres wichtigsten Kunden ist.

Richtig ist ein freundlicher Gruß für möglichst jeden, der sich im Raum befindet, und sei es nur durch ein leichtes Nicken und ein Lächeln. Im beruflichen Alltag reicht das bei mehrmaligen Treffen am Tag völlig aus. Sein Gegenüber mit Namen zu begrüßen, schafft eine persönliche Atmosphäre.

Beim ersten Kennenlernen und dem Zusammentreffen mit Kunden oder Geschäftspartnern erfolgt eine Begrüßung mit »Handschlag«. Der Händedruck sollte fest, aber nicht zu fest sein. Vermeiden Sie den so genannten »Knochenbrecher«. Bereits im Moment der Berührung spüren sensible Menschen, mit wem sie es zu tun haben und können ihren Händedruck anpassen. Der Handschlag sollte immer von einem offenen Blick und einem Lächeln begleitet sein. Eine kurze Auf- und Ab-Bewegung genügt. Der »Pumpenschwengel« wirkt aufdringlich und unsicher. Die andere Hand befindet sich zu dieser Zeit keinesfalls in der Hosentasche. Das wirkt zu lässig und respektlos. Achten Sie auf eine zugewandte Körpersprache. Sitzt einer der beiden Partner, steht er zur Begrüßung auf.

Grundsätzlich wird das Gegenüber namentlich begrüßt. Ist der Name nicht bekannt, wird ein Dritter oder der Betreffende selbst ihn bei der Vorstellung nennen. Höfliches Nachfragen ist natürlich erlaubt, z. B. wenn der Name sehr kompliziert ist oder akustisch nicht verstanden wurde. Das gilt auch, wenn der Name zwar bekannt, aber momentan nicht parat ist:

»Entschuldigung, leider habe ich Ihren Namen vergessen. Würden Sie ihn mir bitte noch einmal nennen?«

In jedem Kontext ist es bei der Begrüßung wichtig, die hierarchischen bzw. ökonomischen Gegebenheiten zu berücksichtigen:

  • Der Mitarbeiter grüßt den Vorgesetzten immer zuerst, unabhängig von Geschlecht oder Alter. Der Vorgesetzte grüßt zurück:

    1. »Guten Tag, Direktor Bauer.«
    2. »Hallo Herr Schmidt.«

  • Kunden und wichtige Geschäftspartner werden ebenfalls immer zuerst gegrüßt.


  • Bei einem gesellschaftlichen Anlass, der zwar im beruflichen Kontext steht, aber den Kreis der Anwesenden um Angehörige erweitert, gilt jedoch eine Sonderegel, unabhängig von der Hierarchie. Damen werden vor den Herren gegrüßt

    1. »Frau Bauer, wie schön, Sie hier zu sehen.«
    2. »Guten Abend, Herr Direktor Bauer.«

Das Vorstellungsritual – Rang vor Schönheit

Die Reihenfolge der Vorstellung richtet sich im beruflichen Kontext ebenfalls immer nach der Hierarchie.

  • Bei einem geschäftlichen Anlass wird der Rangniedere zunächst dem Ranghöheren vorgestellt, so dass dieser weiß, mit wem er es zu tun hat.

    »Dr. Fuchs ich möchte Sie gerne mit unserer neuen Marketingassistentin Frau Gerber bekannt machen. Frau Gerber das ist Dr. Fuchs, unser Prokurist.«

  • Bei einem firmeninternen Treffen entscheidet zudem der Rang noch vor dem Titel. Besitzt der direkte Vorgesetzte einen Doktortitel, dessen Vorgesetzter aber nicht, wird letzterer dennoch zuerst gegrüßt. Eine Vorstellung dritter Personen verläuft ebenfalls in dieser Reihenfolge.

    »Herr Bauer, dies ist Frau Gerber, unsere neue Marketingassistentin. Frau Gerber, unser Aufsichtsratsvorsitzender Herr Bauer und unser Prokurist Dr. Fuchs.«

  • Kunden und wichtige Geschäftspartner stehen immer ganz oben in der Hierarchie. Ihnen sollten nur Menschen vorgestellt werden, deren Bekanntschaft für sie von Interesse sein könnte.

    »Mr. Clooney, darf ich Ihnen Frau Gerber vorstellen, unser neue Marketingassistentin. Wie ich weiß, hat Frau Gerber in Chicago studiert. Sie kennt sich also in Ihrer Heimatstadt gut aus. Frau Gerber, dies ist Mr. Clooney von Electronic Company, unserem amerikanischen Partnerunternehmen.«

  • Stößt man auf einer offiziellen Veranstaltung zu einer Gruppe teilweise unbekannter Menschen hinzu, stellt man sich zunächst namentlich vor, und benennt den beruflichen Status.

    »Guten Abend, ich bin Sabine Gerber, die Marketingassistentin von Elektro Bauer.«

  • Begleitet von einem freundlichen Lächeln in die Runde ist dies ein guter Einstieg. Die namentliche Vorstellung der anderen wird ein Mitglied der Runde übernehmen, der sich hierbei an der Hierarchie der Anwesenden orientiert und Ihnen eventuell Zeit für einen kurzen Händedruck mit den Vorgestellten einräumt. Keinesfalls sollten Sie das Vorstellungsritual unterbrechen, um mit einem der Anwesenden spontan ein Gespräch zu beginnen.

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