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/Berufs- und Studieninfos/Logistische Weiterbildung/Übersicht

Abschlüsse, die zählen

Was bedeutet eigentlich geregelt und anerkannt?


Weiterbildungsabschlüsse sind nicht nur Nachweise, bestimmte Bildungsziele erfolgreich erreicht zu haben. Sie sind auch die einzige Möglichkeit, neue Qualifikationen gegenüber Personalverantwortlichen zu belegen. Doch Abschluss ist nicht gleich Abschluss, und manch Zertifikat ist nicht einmal das Papier wert, auf dem es steht. Wer sich weiterbilden möchte, sollte deshalb wissen, was es mit der "Zertifizitis" auf sich hat.

Um besser beurteilen zu können, welchen Wert bestimmte Abschlüsse und Zertifikate haben, hilft erst einmal ein Blick auf die Struktur der beruflichen Weiterbildung in Deutschland. Die berufliche Weiterbildung umfasst hier die Bereiche berufliche Fortbildung und berufliche Umschulung.

Berufliche Fortbildung

Bei der beruflichen Fortbildung unterscheidet man zwischen der so genannten Anpassungsfortbildung und Aufstiegsfortbildung.

Anpassungsfortbildung

Eine Anpassungsfortbildung ist immer dann nötig, wenn man zum Beispiel wichtige Zusatzqualifikationen braucht, damit man seine Tätigkeit oder den bisherigen Beruf weiter oder besser ausüben kann. Diese Qualifikationen werden gezielt vermittelt durch Lehrgänge, Kurse oder Trainings. Hierzu gehören beispielsweise alle im Transport- und Speditionsgewerbe gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtschulungen wie

  • Schulungen nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz (BKrFQG)
  • Schulungen nach den Gefahrgutvorschriften
  • Schulungen nach den Entsorgungsvorschriften
  • Schulungen zum Erwerb einer Fahrerlaubnis von Flurförderzeugen (z.B. Stapler) nach den Unfallverhütungsvorschriften/VDI-Richtlinien

Diese Pflichtschulungen werden von anerkannten privaten Bildungsträgern angeboten. Für die Teilnahme erhält man ein Zertifikat, das den Nachweis der Pflichtqualifizierung bestätigt.

Anerkannte und geregelte Anpassungsfortbildungen werden auch von den Industrie- und Handelskammern (IHK) angeboten. Speziell für die Logistik gibt es den fachbezogenen Zertifikatslehrgang

  • Logistiker (IHK)

Daneben gibt es eine Vielzahl von privaten Akademien und Instituten, die im so genannten »grauen« Markt der Anpassungsfortbildung tätig sind. Hierzu gehören vor allem die Managementakademien in der Logistik. In der Ausgestaltung ihrer Angebote sind sie an keine staatlichen oder gesetzlichen Vorgaben gebunden. Prüfungen - wenn es sie gibt - können sie so gestalten, wie sie möchten. Sie können Abschlüsse und Zertifikate vergeben und sind in der Bezeichnung der Abschlüsse völlig frei. Die Abschlüsse und Zertifikate, die sie vergeben, sind deshalb in einem formalen Sinne auch nicht anerkannt. Ihren Wert zu bestimmen, ist daher auch nicht ganz leicht. Merke: Je besser der Ruf des Bildungsträgers, desto wertvoller der Abschluss.

Aufstiegsfortbildung

Eine Aufstiegsfortbildung soll dazu dienen, durch Erweiterung von Qualifikationen einen größeren Verantwortungsbereich zu übernehmen und eine höhere Vergütung zu bekommen. In der Regel setzt eine Aufstiegsfortbildung eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine einschlägige, meist mehrjährige Berufserfahrung voraus. Sie ist häufig durch Regelungen des Bundes (Berufsbildungsgesetz), der Länder (z.B. Fachschulverordnungen) und der Kammern (Prüfungsverordnungen) festgelegt. Kurz: Viele Abschlüsse, die im Rahmen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung erworben werden, sind staatlich anerkannt. Hierzu zählen im einzelnen:

Abschlüsse der Fachschulen für Wirtschaft

  • Staatliche geprüfte/r Betriebswirt/in (Schwerpunkt Logistik/Verkehr)
  • Staatlich geprüfte/r Logistiker/in

Abschlüsse der Industrie- und Handelskammern (IHK)

  • Geprüfte/r Fachwirt/in (für z.B. Verkehr, Hafenwirtschaft, Bahnbetrieb)
  • Geprüfte/r Fachkaufmann/frau (für z.B. Einkauf und Logistik, Außenwirtschaft)
  • Geprüfte/r Meister/in (für z.B. Lagerwirtschaft, Kraftverkehr)
  • Geprüfte/r Betriebswirt/in

Nicht staatlich anerkannt, aber in der Wirtschaft mit einem positiven Image besetzt sind folgende Aufstiegsfortbildungen:

Zertifikate der European Logistics Association (ELA)

  • European Junior Logistican (Supervisory/Operational-Level)
  • European Senior Logistican (Senior-Level)
  • European Master Logistican (Excellence-Level)

Abschlüsse der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien (VWA)

  • Logistik-Ökonom (VWA)

Abschlüsse der Hochschulen

  • Master of Business Administration (MBA) mit Schwerpunkt Logistik
  • Weiterbildungsmaster Logistik


Berufliche Umschulung

Abschlüsse, die im Rahmen einer beruflichen Umschulung erworben werden, sind grundsätzlich anerkannt. Denn die berufliche Umschulung ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Umschulungen führen zu einem anerkannten Berufsabschluss im Sinne des Berufsbildungsgesetzes (BBIG). Dennoch sollten Umschüler darauf achten, welche Umschulungsform sie wählen. Hier gilt: Je praxisorientierter desto besser. Vorrang vor einer überbetrieblichen Umschulung sollte die betriebliche Umschulung haben.


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