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Glossar

Begriffe der dualen Berufsausbildung

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A

Abschlussprüfung
Sie findet am Ende der Ausbildung statt und wird von den Kammern abgenommen. Wenn Sie die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse drauf haben, heißt es: Prüfung bestanden! Glückwunsch! Infos zur Prüfungszulassung und den -fächern liefern die Prüfungsordnungen der Kammern.

Arbeitsagentur
Das Arbeitsamt heißt seit 2004 Agentur für Arbeit. Sie untersteht als unterste Behörde der Bundesagentur für Arbeit und ist zuständig für die Vermittlung von Ausbildungsstellen, die Berufsberatung und die berufliche Weiterbildung. Zusätzlich bietet das Berufsinformationszentrum (BIZ) Selbstinformationsangebote zu allen Fragen rund um Bildung, Beruf und Arbeit.  

ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)
abh bedeutet ausbildungsbegleitende Hilfen in Form von Förder- und Stützunterricht. In Einzel- u. Kleingruppenunterricht werden Schwierigkeiten in allen für die Prüfung wichtigen Themen des Berufsschulunterrichts besprochen und beseitigt. Unterstützung gibt es auch bei privaten Schwierigkeiten. abH-Angebote werden von der zuständigen Agentur für Arbeit bezahlt und sind für Azubis kostenlos. 

Ausbildungsberater
Er ist bei der Kammer dafür zuständig, die Ausbildung zu überwachen. Und er hilft Ihnen bei Fragen weiter. 

Ausbildungsberuf
Ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf bezeichnet einen Ausbildungsgang, der auf der Grundlage von Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO) durch eine Ausbildungsordnung bundeseinheitlich geregelt ist. Die Ausbildung in diesen Berufen erfolgt im dualen System. 

Ausbildungsdauer
Die Regelausbildungsdauer legt die Ausbildungsordnung für den jeweiligen Ausbildungsberuf fest. Ausbildungsbeginn und -ende sollten mit dem Berufsschuljahr und dem Termin der Abschlussprüfung übereinstimmen. Wie man verkürzen kann (z.B. wegen schulischer Vorbildung), sagen einem die Kammern. Bei besonders guten Leistungen in Praxis und Berufsschule kann man die Abschlussprüfung vorziehen. Falls nötig (z.B. bei längerer Krankheit), verlängert die Kammer auf Antrag des Azubi die Ausbildungsdauer, damit man das Ziel erreicht. Versieben Sie die Prüfung, können Sie die Ausbildung weitermachen, bis die nächste Wiederholungsprüfung ansteht. Aber nicht länger als ein Jahr. 

Ausbildungsnachweis
Ob Sie die Ausbildung ordnungsgemäß hinter sich gebracht haben, dokumentiert der Ausbildungsnachweis. Wie genau der zu führen ist (z.B. als Berichtsheft), regeln die zuständigen Kammern. 

Ausbildungsordnung
Sie gilt für den jeweiligen Ausbildungsberuf und verrät, wie lang die Ausbildung dauert, was die Inhalte sind, was man über Zwischen- und Abschlussprüfung wissen muss. 

Ausbildungsplan
Den muss Ihr Ausbilder für Sie erstellen. Dabei legt er den Ausbildungsrahmenplan zugrunde. Der Ausbildungsplan ist ein wesentlicher Teil Ihres Vertrages.

Ausbildungsrahmenplan
Er liegt der Ausbildungsordnung bei. Hier können Sie sehen, wie die Vermittlung von Fertigkeiten und Kenntnisse während der Ausbildung sachlich und zeitlich gegliedert werden. 

Ausbildungsvergütung
Der Ausbildende muss Sie angemessen bezahlen. Sie erhöht sich mit der Ausbildung, mindestens jährlich. Zum Teil gibt es Tarifverträge. Oder die Kammern legen die Sätze fest. 

Ausbildungsvertrag
Er wird zwischen Ihnen und dem Ausbilder geschlossen. Vereinbart werden u.a. Ausbildungsbeginn und -ende, Probezeit, Ausbildungsplan, Rechte und Pflichten des Azubi und des Ausbilders, Vergütung, Urlaub und Kündigungsregelungen.

B

Beendigung des Ausbildungsverhältnisses/Weiterbeschäftigung
Das Verhältnis endet nach der vertraglich vereinbarten Ausbildungsdauer, auch dann, wenn Sie die Abschlussprüfung noch nicht abgelegt haben. Falls Sie die Prüfung vor Ablauf der Ausbildungsdauer schaffen, ist das Verhältnis mit Bestehen der Prüfung zuende. Der Ausbilder muss Ihnen ein Zeugnis ausstellen. Wenn Sie vereinbaren, nach Ausbildungsende weiterzuarbeiten, muss das in den letzten sechs Monaten vorher passieren. Vereinbarungen vor dieser Zeit sind nämlich wertlos. Werden Sie nach der Ausbildung beschäftigt, ohne ausdrücklich etwas zu vereinbaren, heißt das: Sie haben ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit. Mit den üblichen Kündigungsfristen. 

Begabtenförderung
Wenn Sie die Abschlussprüfung mit »Sehr gut« geschafft haben, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Fördermittel beantragen. Wo? Bei der Stiftung Begabtenförderungswerk Berufliche Bildung zum Besuch von Fortbildungsmaßnahmen. Mehr dazu erzählen Ihnen die Kammern.  

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
Auszubildende können unter bestimmten Voraussetzungen eine finanzielle Förderung erhalten. Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) ist ein Zuschuss zu den Unterhalts- und Ausbildungskosten für eine berufliche Ausbildung oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme und wird von der Arbeitsagentur bewilligt und gezahlt.

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)
Während einer schulischen Berufsausbildung, eines Studiums oder verschiedener Formen schulischer Bildung und Berufsbildung ist eine finanzielle Förderung nach dem BAföG möglich. Es kommt nicht in Betracht bei einer betrieblichen Berufsausbildung (Duales System); ebenso wenig bei einer Umschulung oder beruflichen Fortbildung (hier gilt das SGB III mit seinen spezifischen Möglichkeiten zur finanziellen Förderung). Auf die individuelle Studienfinanzierung besteht nach den Bestimmungen des BAföG ein Rechtsanspruch. BAföG ist kein Stipendium; es soll vielmehr eine Ausbildung für diejenigen möglich machen, die wegen nicht ausreichenden Einkommens dieses nicht finanzieren können. Entscheidend dafür, ob Sie Mittel nach BAföG erhalten, ist also die Höhe des Einkommens (das eigene, das der Eltern oder des Ehepartners). Je nach Höhe des Einkommensanteils, der zur Ausbildungsfinanzierung zumutbar ist, wird BAföG in voller Höhe oder auch nur zu Teilen gewährt. Sie erhalten Bafög zur Hälfte als Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen, und zur anderen Hälfte als unverzinstes Darlehen. 

Berufsbildungsgesetz (BBiG)
Hier kann man Regelungen zur Berufsausbildung (z. B. zu Ausbildungsvertrag und Prüfungswesen) und zu Umschulung und Fortbildung nachlesen. »  mehr ...

Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)
Im BGJ wird in Voll- oder Teilzeitunterricht eine allgemeine oder berufsfeldbezogene Grundbildung in 13 verschiedenen Berufsfeldern vermittelt. Der erfolgreiche Abschluss kann voll oder teilweise auf die weitere berufliche Ausbildung angerechnet werden. Teilweise können Hauptschüler ohne Abschluss damit den Hauptschulabschluss erwerben. 

Berufsbildende Schule (Berufsschule)
Neben der Ausbildung in der Praxis besuchen Sie die Berufsschule. Der Ausbilder muss den Azubi hierfür freistellen. Die Berufsschulpflicht und die Berechtigung zum Berufsschulbesuch (falls der Azubi nicht mehr berufsschulpflichtig ist) regeln gesonderte Gesetze der Bundesländer. Auch im Ausbildungsvertrag stehen Regelungen zum Schulbesuch. Das Jugendarbeitsschutzgesetz nennt besondere Vorschriften, u.a. für die Anrechnung des Berufsschulbesuchs auf die Arbeitszeit und die Freistellung von der Ausbildung an Berufsschultagen. Auskunft geben die Kammern. Dort kann man auch die Anschriften der Berufsschulen erfragen. Die Inhalte des Unterrichts im jeweiligen Ausbildungsberuf stehen in den Lehrplänen. Jedes Bundesland hat da Eigene.  

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)
Richtet sich an Jugendliche, die noch nicht die Voraussetzungen für eine Berufsausbildung erfüllen. Das BVJ ist in einem oder in mehreren Berufsfeldern möglich. Das BVJ dauert mindestens 1 Jahr und dient der Berufsfindung. 

Bewerbung
Sie ist der erste Eindruck, den man hinterlässt. Und der muss perfekt sein. In eine Bewerbungsmappe gehören das personalisierte Anschreiben, der tabellarische Lebenslauf, beglaubigte Zeugniskopien und ein aktuelles Foto.

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) berät die Bundesregierung in Fragen der beruflichen Bildung, bereitet Ausbildungsordnungen und sonstige Rechtsverordnungen vor, betreibt Forschung zur Berufsbildung und führt und veröffentlicht das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe. Es ist eingerichtet worden als gemeinsame Adresse für alle in der beruflichen Bildung Beteiligten. 

Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)
Es regelt die Urlaubsgewährung (z.B. Urlaubsanspruch, Dauer des Urlaubs, Teilurlaub). Es gilt immer dann, wenn sich aus dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsvertrag oder dem Tarifvertrag nichts anderes ergibt. » mehr ...

D

Duale Berufsausbildung
Die Duale Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen wird nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) an zwei Lernorten vermittelt: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Deshalb spricht man auch vom dualen System der Berufsausbildung. 

Duales Studium
Das duale Studium - ein dualer ausbildungsintegrierter Studiengang - kombiniert die berufliche Ausbildung mit einem Studium an einer Fachhochschule. Zum Teil sind auch Berufsbildende Schulen als dritter Partner am Dualen Studium beteiligt.

E

Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ)
Einstiegsqualifizierungen sind 6 – 12-monatige Praktika, die auf eine spätere Ausbildung bis zu 6 Monate angerechnet und in denen Teile eines anerkannten Ausbildungsberufes erlernt werden. Im EQJ werden verschiedene Bausteine von Berufen in Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen angeboten, in denen die berufliche Praxis erlernt wird. Der Wechsel in ein Ausbildungsverhältnis kann jederzeit erfolgen. Die Teilnehmer erhalten eine Vergütung sowie ein Zeugnis des Betriebs und ein Zertifikat der Kammern.

I

Industrie- und Handelskammer (IHK)
Die Industrie- und Handelskammern sind in der Regel die zuständigen Stellen zur Regelung der Ausbildung in Logistikberufen. Sie sind eine Einrichtung der Wirtschaft und wichtigster Interessenvertreter der gesamten gewerbetreibenden Unternehmen in ihrer Region.

J

Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
Es regelt die Beschäftigung von Personen, die unter 18 Jahren sind. Hier geht es u.a. um die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit, den Berufsschulbesuch und den Urlaubsanspruch. » mehr ...

K

Kammerprüfung
Alle dualen Ausbildungsberufe enden mit einer Prüfung vor der zuständigen Kammer. Das neue Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom April 2005 eröffnet darüber hinaus auch Absolventen bestimmter schulischer Ausbildungsgänge Zugang zur Kammerprüfung. 

Kaufmannsgehilfenbrief
Der Kaufmannsgehilfenbrief ist der Abschluss, den die Kammern den Auszubildenden im kaufmännischen Bereich am Ende ihrer Berufsausbildung über die bestandene Ausbildungsabschlussprüfung ausstellen. Er wird zusammen mit dem Abschlusszeugnis der Berufsschule ausgestellt und ist berufsqualifizierend. 

Kündigung
Während der Probezeit kann ein Ausbildungsverhältnis jederzeit gekündigt werden. Nach der Probezeit ist das anders: Beide Vertragspartner können fristlos kündigen, oder der Azubi kann mit einer Frist von vier Wochen kündigen, wenn er die Ausbildung beenden oder eine andere anfangen will. Kündigen muss man schriftlich. Bei einer Kündigung nach der Probezeit muss der Grund genannt werden. Eine Kündigung aus wichtigem Grund gilt nicht, wenn die Tatsachen hierfür dem, der kündigt, mehr als zwei Wochen bekannt sind. Man kann einen Vertrag auch im gegenseitigen Einvernehmen lösen.

P

Probezeit
Am Anfang der Ausbildung steht die Probezeit. Sie dauert einen bis drei Monate. Während dieser Zeit kann jeder Vertragspartner jederzeit ohne Frist und Angabe von Gründen das Ausbildungsverhältnis kündigen – immer schriftlich.

Prüfungszeugnis

Ist die Abschlussprüfung geschafft, erhält der Glückliche ein Zeugnis. Es wird von der Kammer ausgestellt.

R

Rahmenlehrplan
Der Rahmenlehrplan legt die Inhalte der schulischen Ausbildung fest. Diese werden mit den Inhalten der Ausbildungsordnung abgestimmt. Die Rahmenlehrpläne für die Berufsschulen werden vom jeweiligen Kultusministerium herausgegeben. 

Rechte und Pflichten des Ausbilders, des Auszubildenden
Sie ergeben sich aus dem Ausbildungsvertrag.

S

Schlüsselqualifikation
Schlüsselqualifikationen sind funktions- und berufsübergreifende Qualifikationen, die bei der Lösung von beruflichen Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen von Nutzen sind. Schlüsselqualifikationen sind z. B. Rhetorik, Teamtraining, Präsentation und Kommunikation. 

Sozialkompetenz
Berufsbezogene Sozialkompetenz ist die Fähigkeit, mit Kollegen erfolgreich zu interagieren. Der Begriff Sozialkompetenz umfasst z. B. Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, Durchsetzungsvermögen und Motivation.

U

Urlaub
Für Jugendliche gelten besondere Regelungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Bei volljährigen Azubis regelt sich der Urlaubsanspruch nach dem Bundesurlaubsgesetz oder dem jeweiligen Tarifvertrag. Für das erste und letzte Ausbildungsjahr sind manchmal die Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes zum anteiligen Urlaub zu beachten. Den Urlaub sollte man während der Berufsschulferien nehmen.

Z

Zeugnis
Am Ende der Ausbildung muss der Ausbilder seinem Lehrling ein Zeugnis ausstellen. Darin stehen Angaben über Art, Dauer und Ziel der Ausbildung, erworbene Fähigkeiten und Kenntnisse. Auf Wunsch können auch Führung, Leistung und besondere fachliche Fähigkeiten beurteilt werden. Das nennt man dann qualifiziertes Zeugnis. 

Zusatzqualifikation
Wenn Sie nach der Schule eine duale Ausbildung beginnen möchten, können Sie parallel dazu eine Zusatzqualifikation (z.B. spezielle Computerkurse, Fremdsprachenschulungen im Ausland etc.) erwerben - egal, welchen Schulabschluss Sie in der Tasche haben. Also eine gute Möglichkeit, seine Berufs- und Karrierechancen schon während der Ausbildung zu verbessern. Beispiele für Zusatzqualifikationen finden sich in der Datenbank des Portals Ausbildung Plus. » mehr ...

Zwischenprüfung
Sie kontrolliert die Leistung während der Ausbildung. Einzelheiten regeln die Prüfungsordnungen der Kammern. Wer zur Abschlussprüfung zugelassen werden möchte, darf die Zwischenprüfung nicht schwänzen.


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