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Glossar

Begriffe aus der Studienwelt

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A

Akademische Abschlüsse
Zu den akademischen Abschlüssen für den berufsqualifizierenden Abschluss eines Hochschulstudiums zählen Bachelor, Master, Diplom, Magister und Staatsexamen. Im Rahmen der aktuellen Studienreform (Bologna-Prozess) sollen bis zum Jahr 2010 in allen europäischen Hochschulen nur noch zwei akademische Abschlüsse vergeben werden: Bachelor und Master. 

Akkreditierungsverfahren
Jeder neue Master- und Bachelorstudiengang wird in einem Akkreditierungsverfahren von Gutachtern darauf geprüft, ob Inhalt, Studienumfang und Prüfungsanforderungen angemessen sind. Studierenden und Arbeitgebern sollen dadurch verlässliche Orientierung hinsichtlich der Qualität von Studienprogrammen und Hochschulen erhalten. Das Akkreditierungsverfahren, also die fachlich-inhaltliche Begutachtung von Studiengängen, wird von Akkreditierungsagenturen durchgeführt. Die Agenturen wiederum müssen eine zeitlich befristete Akkreditierung vom Akkreditierungsrat erhalten, um selbst akkreditieren zu dürfen. 

Allgemeine Hochschulreife
Die allgemeine Hochschulreife ist ein Schulabschluss, der zum Studium aller Fächer an Fachhochschulen und Universitäten berechtigt. 

Alumni
Alumni sind Personen, die ein Studium an einer Hochschule absolviert haben. Durch so genannte Alumni-Netzwerke erhalten die ehemaligen Absolventen die Möglichkeit, ihre sozialen Kontakte zu ihrer Hochschule und ehemaligen Kommilitonen zu pflegen und auszubauen und können wissenschaftliche Weiterbildungsangebote wahrnehmen. Hochschulen, die ihren Alumni über das Studium hinaus die Teilnahme an Forschung und Weiterbildung sowie kulturellen Aktivitäten ermöglichen, können ihrerseits vom Erfahrungspotenzial der Absolventen profitieren.

B

Bachelor
Bachelor bezeichnet einen akademischen Hochschulgrad, mit dem ein erster berufsqualifizierender Abschluss erworben werden kann. Die Regelstudienzeit beträgt mindestens drei und höchstens vier Jahre. Bachelor-Studiengänge konzentrieren sich auf die wissenschaftlichen Grundlagen eines Faches und berufsfeldbezogene Qualifikationen. Bachelor-Abschlüsse werden sowohl von Universitäten als auch Fachhochschulen angeboten. Bachelor und Master sind Teil des neuen zweistufigen und europäischen Studiensystems.  

Bachelor of Arts (B.A.)
Der Bachelor of Arts wird in stärker theorieorientierten Studiengängen vergeben, insbesondere in geistes- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen. 

Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Der Bachelor of Engineering ist die Abschlussbezeichnung in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. 

Bachelor of Science ( B.Sc.)
Der Bachelor of Science hat keine eindeutige Zuordnung, sondern kann von den Hochschulen sowohl in Geistes- und Sozialwissenschaften, wie auch in Ingenieurwissenschaften vergeben werden.

Berufsakademien
Eine Berufsakademie (BA) ist eine Studieneinrichtung, die eine starke Praxisorientierung aufweist, aber keine Hochschule ist. Neben einem theoretischen Fachstudium findet ein Teil der Ausbildung in einem Unternehmen statt (duales System). Bewerber schließen einen dreijährigen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen ab, in dem auch eine Hälfte der Ausbildung stattfindet. Die andere Hälfte der Ausbildung findet an der Berufsakademie statt, wobei Theorie- und Praxisphasen im Rhythmus von etwa drei Monaten wechseln. Absolventen schließen ihr BA-Studium bei akkreditierten Studiengängen mit der staatlichen Abschlussbezeichnung »Bachelor« ab. Absolventen von Berufsakademien sind auf Grund ihrer hohen Praxisorientierung von vielen Unternehmen in der Logistik sehr begehrt.

Blended Learning
Unter Blended Learning versteht man die Kombination von E-Learning mit den klassischen Lehr- und Lernformen der Präsenzlehre. Abgeleitet vom englischen Begriff "to blend" (deutsch: vermischen) hat sich der Begriff Blended Learning für diese Lernmischform des integrierten Lernens durchgesetzt. Ziel des Blended Learning ist es, die Vorteile bei den Lehr-/Lernkonzepten zu nutzen und mehr Synergiepotenziale und Lernerfolge dadurch freizusetzen.

Bologna-Prozess
In der Bologna-Erklärung vom 19. Juni 1999 haben die für das Hochschulwesen zuständigen Minister von 29 europäischen Staaten beschlossen, bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu verwirklichen und zu diesem Zweck auf das Zusammenwachsen der jeweiligen Hochschulsysteme in Europa hinzuarbeiten. Die Vorbereitung und Umsetzung dieser Erklärung wird als Bologna-Prozess bezeichnet. Der Bologna-Prozess und die sich anschließenden Berliner und Prager Erklärungen sind keine verbindlich getroffenen Verträge oder Absprachen, sondern unverbindliche Absichtserklärungen der beteiligten Staaten. Inzwischen beteiligen sich 40 Länder am Bologna-Prozess, so dass diese Entwicklung weit über die 25 EU-Länder hinausgeht. 

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)
Während eines Studiums ist eine finanzielle Förderung nach dem BAföG möglich. Auf die individuelle Studienfinanzierung besteht nach den Bestimmungen des BAföG ein Rechtsanspruch. BAföG ist kein Stipendium; es soll vielmehr jenen eine Ausbildung ermöglichen, die wegen nicht ausreichenden Einkommens ein Studium nicht finanzieren können. Entscheidend dafür, ob Sie Mittel nach BAföG erhalten, ist also die Höhe des Einkommens (das eigene, das der Eltern oder des Ehepartners). Je nach Höhe des Einkommensanteils, der zur Ausbildungsfinanzierung zumutbar ist, wird BAföG in voller Höhe oder auch nur zu Teilen gewährt. Sie erhalten BAfög zur Hälfte als Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen, und zur anderen Hälfte als unverzinstes Darlehen. » mehr ...

C

Credits
Credits sind Leistungspunkte und damit eine Maßeinheit für den in Stunden gemessenen quantitativen studentischen Arbeitsaufwand. Die Vergabe von Credits richtet sich nach der von Dozierenden erwarteten Arbeitszeit, die Studierende investieren müssen, um eine bestimmte Lehrveranstaltung oder ein Modul zu absolvieren. Sie ist abhängig von erfolgreich abgelegten Prüfungen oder Leistungsnachweisen und unabhängig von der Benotung der jeweiligen Leistung. Leistungspunkte sind somit quantitative, jedoch keine qualitativen Indikatoren. Nach den Regeln des European Credit Transfer System (ECTS) entspricht ein Leistungspunkt einem Sechzigstel des Jahresarbeitsaufwandes und spiegelt einen zwischen 25 und 30 Stunden pro Jahr variierenden studentischen Arbeitsaufwand wider. 

Curriculum
Die lateinische Bezeichnung Curriculum »(Ver-)Lauf« steht für den Lehrplan eines Studienganges. Der Plan hält die Inhalte, Lernziele, Lernmethoden und die organisatorischen Strukturen eines Studienganges fest.

D

Diplom
Der Diplomgrad zählt neben dem Magister zu den traditionellen Studienabschlüssen in Deutschland. Er wird nach erfolgreicher Abschlussprüfung und Diplomarbeit von einer Hochschule verliehen. Zusammen mit der Angabe der Fachrichtung kann der Diplomgrad als Berufsbezeichnung geführt werden. Rechtsgrundlage des Studiums ist die Diplomprüfungsordnung. Diplom-Studiengänge gliedern sich in ein viersemestriges Grund- und ein anschließendes Hauptstudium. Sie konzentrieren sich auf ein bestimmtes Studienfach, in dem Sie sich im Hauptstudium durch Vertiefungsrichtungen oder Wahlpflichtfächer spezialisieren können. Ab 2010 wird das Diplomstudium auf Grund der Umsetzung des Bologna-Prozesses weitgehend der Vergangenheit angehören.

Duales Studium
Das duale Studium kombiniert die berufliche Ausbildung mit einem Studium an einer Hochschule. Zum Teil sind auch Berufsbildende Schulen als dritter Partner am dualen Studium beteiligt.

E

ECTS
ECTS steht für European Credit Transfer System und ist das Europäische System zur Anrechnung von Studienleistungen, dessen Einführung im Rahmen des Bologna-Prozesses vereinbart wurde. Das System beruht auf dem Prinzip des gegenseitigen Vertrauens zwischen den teilnehmenden Hochschulen und stellt eine Methode dar, Studienleistungen zu messen sowie zu vergleichen und sie innerhalb einer Hochschule und/oder zwischen Hochschulen eines EU-Mitgliedsstaates zu übertragen. Schlüsselelemente des ECTS sind die Bereitstellung von detaillierten Informationen über die angebotenen Lehrveranstaltungen und Module, die gegenseitige Zustimmung zwischen Heimat- und Gasthochschule und der Gebrauch von Leistungspunkten (die einzelnen Lehrveranstaltungen oder Modulen zugewiesen werden) als Hinweis auf den Arbeitsumfang für die Studierenden. Alle Hochschulen innerhalb der EU vergeben Leistungspunkte nach den gleichen Kriterien. Die Verwendung von ECTS trägt zu mehr Transparenz der Lehrpläne sowie der erbrachten Studienleistungen bei und erleichtert so die akademische Anerkennung. Mittels ECTS soll die Zusammenarbeit der europäischen Hochschulen gestärkt und der Wechsel von einer Universität zur anderen, auch grenzüberschreitend, erleichtert werden.

ECTS-Leistungspunkte
ECTS-Leistungspunkte (engl. credit points) dienen der quantitativen Beschreibung nachweislich absolvierter Studienleistungen. ECTS-Leistungspunkte sind jeder einzelnen Lehrveranstaltung bzw. jedem einzelnen Modul zugeordnet. Sie beschreiben den Arbeitsaufwand (»workload«), den die Studierenden für die erfolgreiche Teilnahme an einer Studiereinheit erbringen müssen. Dabei werden neben dem Besuch einer Lehrveranstaltung bzw. eines Moduls alle Arbeitsformen (wenn sie Teil des offiziellen Studienprogramms sind) einschließlich Selbststudium, Vor- und Nachbereitung, Praktika, Exkursionen, Studien- und Abschlussarbeiten etc. berücksichtigt. Innerhalb von ECTS werden dem Arbeitspensum eines Studienjahres (Vollzeitstudium) 60 Leistungspunkte, einem Semester 30 Leistungspunkte zugeordnet. In Deutschland umfasst ein Leistungspunkt je nach Studienordnung 25 bis 30 Arbeitsstunden. Diese Art der Leistungsbewertung an Hochschulen findet sich vorwiegend in den Bachelor- und Master-Studiengängen und soll im Rahmen des Bologna-Prozesses auch sukzessive für andere Studiengänge eingeführt werden.

Europäischer Hochschulraum
Mit der Bologna-Erklärung von 1999 haben sich die europäischen Bildungsminister auf die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums bis zum Jahr 2010 geeinigt. Ziele der geplanten Studienreform sind die Einführung eines leicht verständlichen zweistufigen Studiensystems und vergleichbarer – europaweit gültiger – Abschlüsse (Bachelor, Master) einschließlich deren gegenseitigen Anerkennung, der Einführung eines Leistungspunktesystems (nach dem ECTS-Modell), der Förderung der Mobilität der Studierenden und Lehrenden sowie der europäischen Zusammenarbeit bei der Qualitätssicherung. Im Zusammenhang mit den genannten Zielen wird eine Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems angestrebt.

F

Fernhochschule
Fernhochschulen sind Universitäten oder Fachhochschulen, an denen weitestgehend orts- und zeitunabhängig sowie berufsbegleitend studiert werden kann. Der Erwerb eines akademischen Grades an einer Fernhochschule entspricht dem eines regulären Präsenzstudiums. Die Lernmaterialien werden über das Internet oder den Postweg zur Verfügung gestellt, so dass Studierende ihr Studium an ihrem persönlichen Arbeitsplatz absolvieren können. Die Prüfungen finden in ausgewählten Studienzentren statt.  

Fernstudium
Das Fernstudium ist eine Form der Aus- und Weiterbildung, bei der zwischen Lehrenden und Lernenden ausschließlich oder überwiegend eine räumliche Trennung besteht. Analog zum Präsenzstudium folgt das Fernstudium einem feststehenden Curriculum oder einem Aus- bzw. Weiterbildungsplan. Die Lerninhalte werden mittels Lehrmaterialien (u.a. Studienbriefe) oder über elektronische Medien (u.a. Lernplattformen, Blended Learning) zur Verfügung gestellt und in Form des Selbststudiums von den Studierenden erarbeitet. Den Lernprozess der Studierenden betreuen sowohl während der Selbststudienphase als auch während begleitender Präsenzseminare Tutoren, Studienleiter und ggf. auch Dozenten; der Lernerfolg wird regelmäßig kontrolliert. Die Leistungsnachweise werden konventionell durch Klausuren und die aktive Teilnahme an Seminaren mit Referat und Hausarbeit erbracht. Ebenso gilt es, mündliche und schriftliche Prüfungen abzulegen. Am Ende eines Studiums stehen meistens eine Abschlussprüfung und eine schriftliche Arbeit. Das Fernstudium wird häufig von Studierenden genutzt, die berufstätig oder in der Elternzeit sind. 

G

Grundständiges Studium
Der Begriff »grundständiges Studium« ist gleichbedeutend mit einem Erststudium. Als grundständiges Studium wird eine erste abgeschlossene, in Studien- und Prüfungsordnung festgehaltene, berufsqualifizierende oder berufsbezogene Hochschulausbildung bezeichnet. Ein erfolgreich abgeschlossenes Erststudium ist die Voraussetzung für weiterführende postgraduale Studiengänge. Weiterbildende und Promotions-Studiengänge gelten laut Hochschulrahmengesetz ebenso wenig wie Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge als grundständige Studiengänge.

H

Hochschulrahmengesetz (HRG)
Das Hochschulrahmengesetz (HRG) legt allgemeine Grundsätze und Rahmenvorschriften für das Hochschulwesen in Deutschland fest. Regelungsgegenstände sind u.a. die Aufgaben der Hochschulen (Studium, Lehre, Forschung, Weiterbildung), die Zulassung zum Studium, die Mitglieder der Hochschule sowie die Organisation und Verwaltung der Hochschule. Auf Grundlage und im Rahmen des HRG haben die einzelnen Bundesländer ihre Landeshochschulgesetze erlassen. » mehr ...

K

Konsekutive Studiengänge
Konsekutive Studiengänge bezeichnen inhaltlich aufeinander aufgebaute Bachelor- und Masterstudiengänge (gestuftes Studienmodell). Laut Hochschulrahmengesetz (HRG § 19, Abs. 4) dürfen diese Studiengänge im Vollzeitstudium eine Regelstudienzeit von insgesamt fünf Jahren nicht überschreiten.  

L

Lebenslanges Lernen
Trotz vielfältiger Bezüge zu dem Begriff des lebenslangen Lernens gibt es keine allgemeingültige Definition. Die Europäische Kommission definiert lebenslanges Lernen als »alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Qualifikationen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt«. Lebenslanges Lernen erfasst drei verschiedene Ebenen. Formales Lernen findet in Aus- und Weiterbildungseinrichtungen statt und führt zu anerkannten Abschlüssen und Qualifikationen. Nicht-formales Lernen erfolgt außerhalb des Bildungswesens beispielsweise am Arbeitsplatz oder im Rahmen privater und gesellschaftlicher Aktivitäten (Familie, Ehrenamt, Vereinsmitgliedschaft, Hobby, etc.). Informelles Lernen ist eine natürliche Begleiterscheinung des täglichen Lebens. Es geschieht im Gegensatz zum formalen oder nicht-formalen Lernen oftmals unbemerkt, weshalb es von den Lernenden unter Umständen gar nicht als Erweiterung ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten wahrgenommen wird. Allen drei Lernformen ist die zeitliche Dimension gemeinsam. Sämtliche Lernaktivitäten werden als nahtloses Kontinuum von der Geburt bis ins hohe Alter angesehen. Lebensbegleitendes oder lebenslanges Lernen (LLL) wird nach Beschluss der Bologna-Folgekonferenz 2001 in Prag auch als ein wichtiges Element des europäischen Hochschulraums betrachtet.

M

Master
Master bezeichnet einen akademischen Hochschulgrad, mit dem ein zweiter (weiterer) berufsqualifizierender Abschluss erworben werden kann. Die Regelstudienzeit beträgt mindestens ein und höchstens zwei Jahre. Er kann auch berufsbegleitend erworben werden. Master-Studiengänge bieten eine vertiefende Spezialisierung, entweder anwendungsorientiert oder stärker forschungsorientiert, oder interdisziplinäre Weiterqualifikationen an. Master-Abschlüsse werden sowohl von Universitäten als auch Fachhochschulen angeboten. Bachelor und Master sind Teil des neuen zweistufigen, europäischen Studiensystems und dürfen eine Regelstudienzeit von zusammen fünf Jahren nicht überschreiten. Grundsätzlich gliedern sich die Master in zwei verschiedene Typen: » konsekutive und » nicht-konsekutive.

Master of Arts (M.A.)
Dieser konsekutive Studiengang ist in den Wirtschafts-, Geistes- und Sozialwissenschaften vertreten. Er kann an einen Bachelor of Arts und unter Umständen eventuell an einen Bachelor of Science angeschlossen werden und dient als zweiter berufsqualifizierender Abschluss. Als Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium an einer Hochschule nachzuweisen. 

Master of Business Administration (MBA)
Der MBA verkörpert das wohl bekannteste Beispiel für nicht-konsekutive Masterstudiengänge. Ziel der Ausbildung ist, den Teilnehmern aktuelle Wirtschaftskenntnisse zu vermitteln, die sie in ihren Führungspositionen benötigen, und richtet sich an Absolventen eines nicht-wirtschaftswissenschaftlichen Studiengangs. 

Master of Business and Engineering (MBE)
Der als Pendant zum Wirtschaftsingenieur geltende, nicht-konsekutive akademische Grad ist noch recht jung. Er soll Absolventen je nach Kenntnisstand die nötigen Wirtschaftskenntnisse oder technische Kenntnisse vermitteln. 

Master of Engineering (M.Eng.)
Der konsekutive Master of Engineering kann im Bereich der Ingenieurwissenschaften als postgraduate Studium absolviert werden. Er stellt eine Alternative zum Master of Science dar und hat als Zulassungsvoraussetzung ebenfalls ein abgeschlossenes Hochschulstudium. 

Master of Science (M.Sc.)
Der konsekutive Master of Science wird vor allem in den Bereichen Ingenieurwissenschaften und Naturwissenschaften als Abschluss eines Postgraduate-Studiums verliehen. Der M.Sc. kann an einen Bachelor of Science angeschlossen werden, in besonderen Fällen auch an einen Bachelor of Engineering oder einen Bachelor of Arts. Die Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium. 

Modul
Ein Modul ist eine inhaltlich abgeschlossene Lehr- und Prüfeinheit, die fachlich sinnvoll aus ein bis mehreren Lehrveranstaltungen besteht. Ein Modul erstreckt sich im Regelfall über ein Semester, maximal über ein Studienjahr. Man unterscheidet zwischen Basis-, Vertiefungs- und Aufbaumodulen. Sie können als Pflichtmodule, Wahlpflichtmodule oder Wahlmodule angeboten werden. Des Weiteren sollen auch disziplinenübergreifende Module entwickelt werden, die ergänzende Qualifikationen vermitteln (z.B. Schlüsselqualifikationen). Für jedes Modul werden Leistungspunkte vergeben, die dem mit der Teilnahme verbundenen Zeitaufwand (Anwesenheit in den Lehrveranstaltungen, Vor- und Nachbereitung, Prüfung) entsprechen. Bei Bestehen erhalten die Studierenden die volle, dem Modul zugeordnete Zahl an Leistungspunkten. 

N

Nicht-konsekutive Mastergrade
Nicht-konsekutive Masterstudiengänge können an ein beliebiges abgeschlossenes Studium angeschlossen werden, sei es ein Bachelor oder ein traditionelles Diplom, Magister oder Master. Sie sollen den Studierenden in einem bislang fremden Fach fortbilden und konzentrieren sich dabei vor allen Dingen auf anwendungsorientierte, praxisnahe Inhalte. Die Abschlussbezeichnungen können von den Hochschulen festgelegt werden, müssen aber nicht unbedingt von den für konsekutive Masterstudiengänge erlaubten abweichen.

P

Postgraduale Studiengänge
Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge zählen zu den traditionellen postgradualen Studiengängen. Sie dienen der Vermittlung weiterer wissenschaftlicher oder beruflicher Qualifikationen und/oder der Vertiefung und Ergänzung eines Hochschulstudiums, insbesondere zur Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Postgraduale Studiengänge, die mit einem akademischen Hochschulgrad abschließen, sollen höchstens 2 Jahre dauern. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel ein berufsqualifizierender Abschluss in einem vorangegangenen Studium. Die Voraussetzungen sind individuell geregelt und unterscheiden sich je nach Studiengang. Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden die postgradualen Studiengänge bis zum Jahre 2010 in Weiterbildungsmaster oder » konsekutive Master-Studiengänge umgewandelt, so dass die Bezeichnung »Postgradualer Studiengang« nach und nach verschwinden wird.

Präsenzstudium
Das Präsenzstudium gilt als die klassische Form des Studiums. Ein Präsenzstudium in Vollzeitform erfordert die regelmäßige Anwesenheit der Studierenden am Hochschulort und die aktive Teilnahme an den verschiedenen Lehrveranstaltungen. Als Vollzeitausbildung lässt es im Allgemeinen keine studienbegleitende kontinuierliche Erwerbstätigkeit zu. Die Lernortgebundenheit des Präsenzstudiums ermöglicht eine unmittelbare Interaktivität zwischen Lehrenden und Lernenden über den gesamten Lernprozess hinweg. Die räumliche Nähe zu und der direkte Dialog mit den Dozenten, Tutoren und Studienbetreuern zeichnen ein Präsenzstudium aus. Seit einigen Jahren lässt sich ein Wandel in der traditionellen Hochschulausbildung beobachten. Als Ergänzung zur reinen Präsenzlehre in der Aus- und insbesondere der Weiterbildung werden mit steigender Tendenz Formen des elektronisch gestützten Lernens in traditionelle Lehr- und Lernformen integriert oder unterstützend angeboten. Die Kombination aus Präsenzlehre und E-Learning (=Blended Learning) erweist sich als ein zukunftsfähiges Modell. 

S

Schlüsselqualifikationen
Für den Begriff Schlüsselqualifikationen existieren zahlreiche Synonyme wie beispielsweise Soft Skills, Zusatzqualifikationen oder soziale Kompetenzen. In jedem Fall bezeichnet er persönliche Fähigkeiten, die neben Fachwissen und unabhängig von Branche und Beruf von Bewerbern erwartet werden. Zu den Schlüsselqualifikationen zählen Kommunikations- und Teamfähigkeit genauso wie Durchsetzungs- und Problemlösungsfähigkeit. Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft, Belastbarkeit, organisatorisches und strukturiertes Denken sowie konzeptionelle und organisatorische Fähigkeiten sind ebenfalls Persönlichkeitsmerkmale, die für einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben eine entscheidende Rolle spielen. 

Semester
Der Begriff Semester stammt vom lateinischen Namen »sechs Monate«. Er bezeichnet ein akademisches Studienhalbjahr an einer Hochschule. Dabei werden sowohl die Vorlesungszeit als auch die Semesterferien (vorlesungsfreie Zeit) mit einbezogen. In Deutschland wird in der Regel zwischen Wintersemester (WS) und Sommersemester (SS) unterschieden. Im Ausland gibt es aber auch Trimester oder andere Einteilungen. Bei der Aufteilung in Trimester besteht ein Studienjahr aus drei Trimestern, die jeweils ein Drittel des Jahres umfassen. 

Semesterwochenstunden (SWS)
Die traditionellen Studiengänge messen das Studienvolumen in Semesterwochenstunden (SWS). Maßeinheit ist die Stundenanzahl der pro Woche zu absolvierenden Lehrveranstaltungen. Wie viele SWS in welchen Lehrveranstaltungen zu absolvieren sind, ist in der Studien- bzw. Prüfungsordnung eines Studiengangs festgelegt. Für die neuen (modularisierten) Bachelor- und Masterstudiengänge sind dagegen die Leistungspunkte, die den gesamten Zeit- und Arbeitsaufwand im Studium (einschließlich Selbststudium, Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen, Prüfungsvorbereitung, Erstellung von Studien- und Abschlussarbeiten) umfassen, die relevante Maßeinheit.

Seminar

Das Seminar ist neben der Vorlesung eine klassische Form der Lehrveranstaltung an Hochschulen. Seminare finden regelmäßig ein- oder mehrmals pro Woche statt (Seminarreihe) oder werden am Stück einmal im Semester durchgeführt (Blockseminare). Seminare dienen der Vertiefung und Anwendung des in einer Vorlesung erworbenen Wissens.

W

Weiterbildende Studiengänge
Weiterbildende Studiengänge spielen im Zuge der Forderung nach lebenslangem Lernen eine verstärkte Rolle innerhalb der Bildungsangebote der Hochschulen. Als Zugangsvoraussetzungen für weiterbildende Studiengänge sind neben einem Hochschulabschluss bzw. einer Hochschulzugangsberechtigung eine adäquate Berufserfahrung (mindestens 1 Jahr) oder informell erworbenen Kompetenzen erforderlich. Bei der inhaltlichen Konzeption derartiger Studiengänge sollen berufspraktische Erfahrungen von Anfang an integriert werden, mit dem Ziel berufsqualifizierende Fähigkeiten der Studierenden zu vertiefen und ergänzen. Weiterbildende Studiengänge sind curricular aufgebaut (Prüfungsordnung) und schließen nach erfolgreicher Abschlussprüfung mit einen akademischen Hochschulgrad ab. Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden zukünftig ausschließlich weiterbildende Masterstudiengänge angeboten werden. Die Durchführung dieser Studiengänge kann in Vollzeit oder Teilzeit, d.h. auch berufsbegleitend erfolgen. Für weiterbildende Studiengänge werden – im Gegensatz zu postgradualen Studiengängen – Gebühren erhoben. 

Weiterbildung
Weiterbildung ist die Fortsetzung oder die Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer ersten Bildungsphase und zwischenzeitlicher Berufstätigkeit oder Familienphase. Weiterbildung ist der Oberbegriff für alle Lernprozesse, in denen Erwachsene ihr Wissen erweitern bzw. ihre fachlichen und beruflichen Qualifikationen verbessern oder neu ausrichten. 

Wissenschaftliche Weiterbildung
Wissenschaftliche Weiterbildung ist neben Lehre, Studium und Forschung die vierte Kernaufgabe der Hochschulen. Wissenschaftliche Weiterbildung richtet sich an Personen mit Hochschulzugangsberechtigung oder Hochschulabschluss sowie an Personen mit adäquaten Berufserfahrungen und -kenntnissen oder informell erworbenen Kompetenzen.

Z

Zertifikat
Ein Zertifikat ist die Bescheinigung (Beglaubigung) bzw. der Nachweis einer Qualifikation. Hochschulen vergeben Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an Veranstaltungen, Weiterbildungsprogrammen oder weiterbildenden Studien, die nicht zu einem akademischen Abschluss führen. Die Zertifikatsvergabe erfolgt meistens nach bestandener mündlicher oder schriftlicher Abschlussprüfung. Reine Teilnahmezertifikate der absolvierten Veranstaltungen oder Programme sind ebenfalls möglich. 

Zeugnis
Zeugnis ist die Bezeichnung für ein schriftliches Dokument, das eine Leistungsbewertung beurkundet. Im Vergleich zu Zertifikaten oder Teilnahmebescheinigungen müssen Zeugnisse neben einer inhaltlichen Programmbeschreibung auch eine Leistungsbeurteilung enthalten.


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