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Aufgaben und Definitionen

Logistik: Der Blutkreislauf der Wirtschaft

Was ist Logistik? Aufgaben und Definitionen


Was ist eigentlich Logistik? Die Geschichte der Logistik beginnt mit dem Sesshaftwerden der Menschen. Schon mit den ersten Handelsbeziehungen zwischen Stämmen und Völkern mussten umfangreiche Transportprobleme gelöst werden. Später entwickelte sich die Logistik im Militärwesen als Organisation des Nachschubs. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Gestaltung des innerbetrieblichen Materialflusses der wesentliche Aufgabenbereich der Logistik.

Ganzheitliche Betrachtung

In der modernen Logistik von heute steht der Kundenwunsch an erster Stelle. Alles dreht sich um die Frage: welche Produkte fragen wir als Endkunden zu welchem Zeitpunkt, an welchem Ort, in welcher Menge und Qualität und zu welchem Preis nach? Mit diesen Informationen planen Industrie- und Handelsunternehmen ihre Produktion und Beschaffung. Produziert und eingekauft wird weltweit, nicht selten dort, wo es am günstigsten ist. Unzählige Zulieferer rund um den Globus sind an der Leistungserstellung beteiligt. Die hohe Kunst der Logistik besteht nun darin, alle betriebsinternen und unternehmensübergreifenden Güter- und Informationsflüsse so zu planen, zu koordinieren und zu steuern, dass wir zum Beispiel täglich unsere Bananen frisch im Supermarkt kaufen können oder das neue Auto zum vereinbarten Liefertermin bei unserem Händler abholen können.

Die Aufgaben der Logistik lassen sich zusammenfassend sehr treffend mit den sog. Seven-Rights der Logistik von Plowman (1964) beschreiben.

Danach ist es Aufgabe der Logistik,

  • die richtigen Waren und Güter,
  • in der richtigen Menge,
  • in der richtigen Qualität,
  • für den richtigen Kunden,
  • zum richtigen Zeitpunkt,
  • am richtigen Ort
  • und zu den richtigen Kosten

zur Verfügung zu stellen.

Wissenschaftliche Logistikdefinitionen

(1) »Logistik stellt die aus den Unternehmenszielen abgeleiteten planerischen und ausführenden Maßnahmen und Instrumente zur Gewährleistung eines optimalen Material-, Wert- und Informationsflusses im Rahmen des betrieblichen Leistungserstellungsprozesses dar, wobei sich dieser von der Beschaffung von Produktionsfaktoren und Informationen über deren Bearbeitung und Weiterleitung bis zur Distribution der erstellten Leistungen erstreckt.« (Ehrmann, 1999)

(2) »Logistik wird verstanden als marktorientierte Planung, Gestaltung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Material- und Informationsflusses zwischen einem Unternehmen und seinen Lieferanten, innerhalb eines Unternehmens sowie zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden.« (Schulte, 1999)

(3) »Die Logistik umfasst in Unternehmen die ganzheitliche Planung, Steuerung, Koordination, Durchführung und Kontrolle aller unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Güter- und Informationsflüsse. Die Logistik stellt für Gesamt- und Teilsysteme in Unternehmen, Konzernen, Netzwerken und sogar virtuellen Unternehmen prozess- und kundenorientierte Lösungen bereit. Die Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-, Entsorgungs- und Verkehrslogistik sind dabei wichtige Teilgebiete der Logistik, die in alle Prozessketten und -kreisläufe einfließen.« (Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL), in Anlehnung an Baumgarten)


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