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Zweigleisig zum Bachelor

Mit einem Bein in der Praxis

Konzept des dualen Studiums (Bild: Universität Kassel)


Was ist ein duales Studium?

Die Grundidee des dualen Studiums ist schnell erklärt: Ein Studium wird mit längeren Praxisphasen in Unternehmen kombiniert. Wer »dual« studiert, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe: Am Lernort »Betrieb« wird umfassend Praxiserfahrung in der Logistik gesammelt und am Lernort »Hochschule« parallel Theorie gebüffelt. Man ist also gleichzeitig Auszubildender und Student. Deswegen spricht man auch vom »dualen Studium«.

Welche Hochschulen bieten duale Logistikstudiengänge an?

Duale Studiengänge, die Logistiker ausbilden, werden hauptsächlich von Berufsakademien (BA) bzw. Dualen Hochschulen und Fachhochschulen (FH) angeboten. Insgesamt gibt es in Deutschland gegenwärtig 25 duale Studienangebote im Bereich Logistik (Stand: April 2009). Wie sich diese auf die Hochschulformen verteilen, zeigt folgende Abbildung:


 

Welche Formen des dualen Studiums gibt es?

Unterscheiden lassen sich grundsätzlich ausbildungs- und praxisintegrierende Studiengänge. Je nach Studienmodell variieren Art, Organisation und Umfang der betrieblichen Ausbildungsanteile.

1. Ausbildungsintegrierende Studiengänge
Ausbildungsintegrierende Studiengänge ermöglichen neben dem Bachelorabschluss einen Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf, z.B. als Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung. Im Verlauf des Studiums wird eine reguläre Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt. Zugangsvoraussetzung für dieses Studienmodell: Man muss einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen in der Tasche haben. Ausbildungsbetriebe sind Speditionen, Logistikdienstleister oder Industrie- und Handelsunternehmen. Das ausbildende Unternehmen kooperiert nach dieser Variante eng mit einer bestimmten Berufsakademie/Dualen Hochschule oder FH und hat den inhaltlichen und organisatorischen Studienverlauf auf die praktische Ausbildung im Betrieb abgestimmt. Auch gibt es Organisationsformen, die parallel den Besuch der berufsbildenden Schule vorsehen, z.B. beim Verbundstudium in Bayern.

2. Praxisintegrierende Studiengänge
Wer keine formale betriebliche Ausbildung absolvieren, aber trotzdem mit einem Bein in der Praxis stehen möchte, kann sich auch für ein praxisintegrierendes duales Studium entscheiden. Auch nach diesem Ausbildungsmodell braucht man als Interessent ein Unternehmen, das das duale Studium unterstützt. Hat man ein Ausbildungsunternehmen gefunden, wird ein Teilzeit- oder Praktikantenvertrag abgeschlossen. Damit Studien- und Praxisinhalte sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, schließen außerdem die Hochschule und das Praxisunternehmen einen Vertrag über eine Ausbildungskooperation ab. Praxisintegrierende Studiengänge sind üblicherweise etwas kürzer als ausbildungsintegrierende und führen ebenfalls zum Bachelor-Abschluss.

Wie wird der Wechsel zwischen Theorie und Praxis organisiert?

Die meisten dualen Studiengänge sind so organisiert, dass Theorie- und Praxisphasen alle drei Monate wechseln. Die Inhalte dieser Phasen werden entsprechend verzahnt. In ausbildungsintegrierenden Studiengängen sind die Praxisphasen oftmals länger. Teilweise werden verlängerte Praxisphasen in den ersten Semestern oder schon vor Beginn des Studiums absolviert, um die Berufsausbildung sicherzustellen. In praxisintegrierenden Studiengängen werden die Praxisphasen gerne in die vorlesungsfreie Zeit gelegt. Trotz so mancher Unterschiede im Studienverlauf ist allen Formen des dualen Studiums gemeinsam, dass die theoretischen und praktischen Anteile parallel und nicht nacheinander absolviert werden.

Wo bewerbe ich mich um einen Ausbildungs-/Studienplatz?

Das Bewerbungsverfahren läuft so: Als Interessent bewirbt man sich bei einem Unternehmen auf einen Ausbildungsplatz, den dieses in Verbindung mit einem Studium an einer Berufsakademie/Dualen Hochschule oder FH anbietet. Bekommt man den Ausbildungsplatz, ist man automatisch als Student eingeschrieben.

Welchen Schulabschluss braucht man für ein duales Studium?

Zugangsvoraussetzung für ein duales Studium ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur), manchmal reicht auch die Fachhochschulreife (z.B. Abschluss Fachoberschule, Höhere Handelsschule).

Welchen Status haben Berufsakademien und die neuen Dualen Hochschulen?

Berufsakademien sind staatlich getragene Studieneinrichtungen, die nicht den Status einer Hochschule besitzen. Anders in Baden-Württemberg, dem Stammland der Berufskademien: Dort löste zum 1. März 2009 die neue Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) die Berufsakademien ab. Die Duale Hochschule Baden-Würrtemberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und gleichzeitig staatliche Einrichtung. Sie umfasst die rechtlich unselbstständigen Studienakademien, die zuvor Hauptbestandteil der aufgelösten Berufsakademien waren. Auf Berufsakademien in anderen Bundesländern hat diese Änderung keine Auswirkungen.


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